Illustration: Haferdrink.com
GESUNDHEIT
Dürfen Haustiere Haferdrink trinken?
Wir klären, wann Hafermilch für Hunde und Katzen geeignet ist, welche Mengen toleriert werden und wann du besser verzichtest.
Schnellüberblick
Haferdrink ist kein Tierfutter
Haferdrink wurde für Menschen entwickelt. Hunde und Katzen haben andere Nährstoffbedürfnisse, besonders was Eiweiß, Taurin oder bestimmte Fettsäuren angeht. Daher sollte Haferdrink nie reguläres Futter ersetzen. Bevor du neue Lebensmittel einführst, kläre mit der Tierärztin oder dem Tierarzt ab, ob gesundheitliche Gründe dagegen sprechen.
Wann kleine Mengen funktionieren
Einige Hunde vertragen ein bis zwei Esslöffel Haferdrink als besondere Belohnung. Wähle eine ungesüßte Sorte ohne Schokolade, Xylit oder künstliche Aromen. Katzen reagieren empfindlicher: Wenn du es ausprobieren möchtest, beginne mit einem Teelöffel und beobachte genau, ob Verdauungsprobleme auftreten. Sobald Durchfall oder Trägheit auftreten, stoppe den Versuch sofort.
Worauf du achten solltest
- Zutaten prüfen: Zusätze wie Vanillearoma oder gesüßte Varianten haben im Napf nichts verloren.
- Körpergewicht beachten: Kleine Tiere vertragen deutlich weniger als große Rassen. Passe die Menge entsprechend an.
- Frisches Wasser anbieten: Haferdrink ersetzt keine Flüssigkeitszufuhr. Sorge dafür, dass immer genug Wasser bereitsteht.
Warnsignale ernst nehmen
Blähungen, weicher Stuhl oder Juckreiz deuten auf Unverträglichkeit hin. Dann gehört Haferdrink nicht mehr in den Napf. Bei starken Symptomen wie Erbrechen oder Atemproblemen solltest du sofort die Tierarztpraxis aufsuchen. Manche Tiere reagieren auch auf Getreideproteine – in diesem Fall ist Haferdrink tabu.
Bessere Alternativen
Für Hunde bieten sich selbst gebackene Leckerlis mit Haferflocken, Gemüse und etwas Erdnussmus an. Katzen freuen sich über Katzengras oder spezielle Pasten aus dem Fachhandel. Menschen können den Haferdrink lieber selbst genießen, zum Beispiel in Pfannkuchen mit Hafermilch oder im Morgenkaffee.
Fazit
Haferdrink ist für Haustiere höchstens ein seltener Snack. Wenn du ihn anbietest, wähle eine zuckerfreie Variante, teste winzige Portionen und behalte dein Tier im Blick. Sicherheit und Wohlbefinden gehen immer vor.


