Wie nachhaltig ist Hafermilch wirklich?

Illustration: Haferdrink.com

NACHHALTIGKEIT

Wie nachhaltig ist Hafermilch wirklich?

Ein Blick auf Anbau, Wasserverbrauch und Verpackung zeigt, wie klimafreundlich Haferdrinks im Vergleich zu Kuhmilch sind.

Schnellüberblick

Klimabilanz auf einen Blick

Aktuelle Studien zeigen: Ein Liter Kuhmilch verursacht rund drei Kilogramm CO₂-Äquivalente. Hafermilch liegt je nach Hersteller zwischen 0,4 und 0,9 Kilogramm. Der Unterschied entsteht, weil für Hafer keine Wiederkäuer gehalten werden müssen und damit Methanemissionen entfallen. Auch der Flächenbedarf pro Liter Getränk ist deutlich geringer.

Wasser und Boden

Für ein Kilogramm Hafer werden etwa 500 bis 650 Liter Wasser benötigt. Das liegt deutlich unter dem Verbrauch, der nötig ist, um Futterpflanzen für Kühe zu erzeugen. Viele Betriebe bauen Hafer in Fruchtfolgen an und verzichten auf Glyphosat. Wenn du zu Bio- oder Naturland-zertifizierten Marken greifst, unterstützt du diesen Ansatz.

Regionale Lieferketten

Immer mehr Hersteller beziehen ihren Hafer aus Deutschland oder Nachbarländern. Dadurch sinken Transportemissionen und die Lieferketten bleiben stabiler. Auf vielen Packungen findest du inzwischen QR-Codes, die zu Karten mit Partnerhöfen führen. Ergänzende Infos liefert der Beitrag Haferdrink regionaler Anbau.

Verpackung bewusst nutzen

Haferdrinks stecken meist in Getränkekartons. Entleere sie komplett, drücke sie flach und gib sie in den gelben Sack oder die gelbe Tonne. Einige Marken setzen auf Pfandflaschen oder Mehrweg-Glas – zwar schwerer, aber bis zu 40 Mal wiederverwendbar. Pulver zum Anrühren reduziert Verpackungsmüll zusätzlich.

Reste sinnvoll verwerten

Selbst gemachte Hafermilch hinterlässt Trester, den du in Müsliriegeln oder Brot weiterverwenden kannst. Tipps findest du im Artikel Haferdrink Resteverwertung. Angebrochene Packungen sollten innerhalb von vier Tagen aufgebraucht oder eingefroren werden, damit nichts verdirbt.

Alltagstipps

  • Kaufe gekühlte Produkte erst am Ende des Einkaufs und transportiere sie in einer Kühltasche.
  • Fülle Großpackungen in Glasflaschen um, wenn du Müll sparen möchtest.
  • Notiere dir Lieblingsmarken, die Herkunft transparent machen, und greife gezielt danach.

Fazit

Hafermilch schneidet in Sachen Klima, Wasserverbrauch und Flächennutzung deutlich besser ab als Kuhmilch. Mit regionalen Marken, Mehrwegverpackungen und cleverer Resteverwertung lässt sich die Umweltbilanz weiter verbessern.

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